Projektkultur vereinheitlichen und verbessern

Projekte sind von ihrer Grundstruktur bereits konfliktträchtig: Projekte und die Linienorganisation werden sich beispielsweise in der Regel um die besten Mitarbeiter bemühen. Da Projekte temporäre Organisationen darstellen, "stören sie" den operativen Betrieb. Auch innerhalb der Projekte gibt es Zerreißproben: Obwohl ein Projekt meist Unsicherheiten in sich birgt, muss doch die Projektorganisation auf das geplante Ergebnis (ohne Zweifel!) ausgerichtet werden. Doch Ergebnis und Nutzen sind auch nicht identisch, so dass ein Projekt zwar ein Ergebnis abliefern soll, manchmal aber noch nicht einmal klar ist, ob das ergebnis auch einen Nutzen für das Unternehmen stiftet.

Es gibt also vielfältige "Problembereiche", die es zu meistern gilt. Zur Problemlösung eignen sich feste Vorgaben für Vorgehensweisen, Entscheidungsregeln und Tools. Diese müssen aber auch geteilt werden innerhalb der Projektteams. Sobald jedes Projekt handelt, wie es die einzelnen Personen gerade möchten, werden die Erfolge der Projekte immer unberechenbarer und damit nahezu unplanbar. Deshalb hilft eine einheitliche Projektkultur (also ein berechenbares Verhalten im Projekt) auch dem Projekterfolg. Konflikte werden aufgelöst und nicht nur beobachtet. Entscheidungen werden systematisch vorbereitet und informiert getroffen, nicht unberechenbar aus machttaktischen Überlegungen etc. Die Wirkung einer einheitlichen Projektkultur ist vielfältig.

Einige wichtige Projektkulturthemen sind

  1. Fokus auf die richtigen Themen: Unsicherheiten, Risiken, Chancen
  2. Ergebnisse vs. Nutzen
  3. Verantwortlichkeiten
  4. Einheitliche Methoden und Standards ..
  5. .. und doch Flexibilität, kein Dogma
  6. Verankerung von Projekten im Unternehmen: Was ist es wert, ein Projektleiter zu sein?
  7. Wie werden Teams gebildet? Wie wichtig ist Teamwork?
  8. Wie werden Entscheidungen im Projekt getroffen? ...